Funktionelle Kieferorthopädie

DR. KEMAL DOĞAN @ ANTALYA/TÜRKEİ

Was sind funktionelle kieferorthopädische Behandlungen?

Funktionelle Kieferorthopädie zählt zu den wichtigsten Frühinterventionsmaßnahmen in der Kieferorthopädie. Sie berücksichtigt bei Kindern während ihrer Wachstums- und Entwicklungsphase die Kieferstellung, das Muskelgleichgewicht und die Mundfunktionen. Ziel dieser Behandlungen ist es nicht nur, die Zähne zu begradigen, sondern auch die Kieferentwicklung in die richtige Richtung zu lenken.

Während sich klassische kieferorthopädische Behandlungen hauptsächlich auf die Ausrichtung der Zähne konzentrieren, setzen funktionelle Behandlungen an der Ursache des Problems an. Denn viele kieferorthopädische Störungen haben ihren Ursprung in der Kieferrelation. Daher kann eine frühzeitige und korrekte Beratung den Bedarf an komplexeren Behandlungen später reduzieren.

Funktionelle Kieferorthopädie: Warum eine frühzeitige Diagnose so wichtig ist?

Der Zeitpunkt ist der entscheidendste Faktor bei funktionskieferorthopädischen Behandlungen. Eingriffe, die durchgeführt werden, solange die Kieferknochen noch Wachstumspotenzial haben, können deutlich effektivere Ergebnisse erzielen.

Vorteile einer frühzeitigen Diagnose:

  • Die Kieferentwicklung kann gesteuert werden.
  • Das Gesichtsprofil kann ausgeglichen werden.
  • Der Bedarf an Operationen kann im höheren Alter reduziert werden.
  • Es kann ausreichend Platz für die Zähne geschaffen werden.

Daher wird eine kieferorthopädische Untersuchung im Alter von etwa 6-7 Jahren empfohlen.

Bei welchen Problemen wird die funktionelle Kieferorthopädie angewendet?

Funktionelle Behandlungsmethoden werden bevorzugt, insbesondere bei kieferorthopädischen Problemen, die ihren Ursprung im Kiefer haben. Die häufigsten Anwendungsfälle sind:

Mandibuläre Retrusion (Retrognathie)

Eine nach hinten verlagerte Unterkieferposition kann das Gesichtsprofil beeinflussen. Funktionskieferorthopädische Geräte zielen darauf ab, den Unterkiefer nach vorne zu verlagern.

Vorstehender Unterkiefer (Prognathie)

Wenn der Unterkiefer zu weit vorne liegt, werden Maßnahmen ergriffen, um sein Wachstum zu kontrollieren.

Kieferhöhlenstenose

Ein schmaler Oberkiefer kann zu Kreuzbissen führen. Diese lassen sich frühzeitig mit Kieferdehnungsapparaturen behandeln.

Probleme beim Öffnen und Schließen

Hierbei handelt es sich um einen Zustand, bei dem die oberen und unteren Zähne keinen Kontakt zueinander haben. Er steht in der Regel im Zusammenhang mit Angewohnheiten.

Probleme mit tiefen Bissen

Hierbei handelt es sich um einen Zustand, bei dem die unteren Zähne die oberen Zähne übermäßig überlappen.

Mundatmung und Gewohnheiten

Gewohnheiten wie Daumenlutschen und Zungenpressen können die Kieferentwicklung direkt beeinflussen.

Wie wird eine funktionskieferorthopädische Behandlung geplant?

Funktionelle Behandlungen werden vollständig auf den Einzelnen abgestimmt. Der Prozess umfasst die folgenden Schritte:

  1. Detaillierte klinische Untersuchung
  2. Analyse der Kieferbeziehungen
  3. Notwendige Bildgebungsverfahren
  4. Beurteilung des Wachstumspotenzials
  5. Personalisierte Geräteauswahl

Diese Planung beeinflusst den Erfolg der Behandlung unmittelbar.

Arten von Funktionsgeräten und ihre Verwendungszwecke

Die funktionelle Kieferorthopädie verwendet verschiedene Arten von Apparaturen. Jede zielt auf ein anderes Problem ab.

Doppelblockapparatur (Behandlung der Kieferretraktion)

Es handelt sich um eine der am häufigsten verwendeten funktionskieferorthopädischen Apparaturen. Sie unterstützt die Vorverlagerung des Unterkiefers.

Aktivierungsgerät (Muskel- und Kieferfunktionen)

Es hilft, das Muskelgleichgewicht zu regulieren. Es zielt darauf ab, die Kieferverhältnisse neu zu gestalten.

Frankel-Apparatur (Reduzierung des Weichteileffekts)

Es reduziert den Druck auf die Kiefermuskulatur und fördert so das natürliche Wachstum.

Kopfbedeckung (Kontrolle des Oberkiefers)

Es dient dazu, das Wachstum des Oberkiefers zu steuern.

Schnelle Oberkiefererweiterung (RPE)

Hierbei handelt es sich um festsitzende Systeme zur Erweiterung eines schmalen Oberkiefers.

Funktionaler kieferorthopädischer Behandlungsprozess

Die funktionelle Therapie verläuft typischerweise in zwei Phasen:

Phase 1: Steuerung der Kieferentwicklung

In diesem Stadium besteht das Ziel darin, die Kieferverhältnisse mithilfe von Apparaturen zu korrigieren.

Phase 2: Zahnausrichtung

Falls erforderlich, erfolgt eine detaillierte Korrektur mittels festsitzender kieferorthopädischer Behandlung (Zahnspange).

Die Behandlungsdauer beträgt in der Regel 9 bis 18 Monate, kann aber je nach individuellen Faktoren variieren.

Patientenadhärenz bei funktionellen Therapien (Ein Schlüsselfaktor für den Erfolg)

Die Mitarbeit des Patienten ist der wichtigste Faktor bei funktionellen Therapien. Dies liegt daran, dass die meisten Hilfsmittel beweglich sind und regelmäßig verwendet werden müssen.

Um erfolgreich zu sein:

  • Die täglichen Nutzungslimits müssen eingehalten werden.
  • Kontrollen sollten nicht vernachlässigt werden.
  • Familiäre Unterstützung sollte gewährleistet sein.

Unzureichende Anwendung kann die Behandlungsdauer verlängern.

Vorteile funktionskieferorthopädischer Behandlungen

  • Es steuert die Kieferentwicklung auf natürliche Weise.
  • Es kann sich positiv auf die Gesichtsästhetik auswirken.
  • Es kann die Notwendigkeit einer Operation verringern.
  • Es erleichtert die kieferorthopädische Behandlung.
  • Es kann die langfristige Stabilität erhöhen.

Funktionelle Therapie – Nachbehandlungsprozess (Verstärkung und Nachsorge)

Der Prozess endet nicht mit dem Abschluss der funktionellen Therapie. Um die erzielten Fortschritte zu erhalten:

  • Es werden regelmäßige Kontrollen durchgeführt.
  • Bei Bedarf wird eine festsitzende kieferorthopädische Behandlung durchgeführt.
  • Verstärkungsvorrichtungen können eingesetzt werden.

Diese Phase ist entscheidend für den nachhaltigen Erfolg der Behandlung.

Wie verläuft der funktionelle kieferorthopädische Behandlungsprozess?

Funktionelle Kieferorthopädiebehandlungen basieren auf frühzeitiger Diagnose und individueller Planung. Die Kieferentwicklung wird während des gesamten Prozesses durch regelmäßige Kontrolluntersuchungen überwacht und der Behandlungsplan bei Bedarf angepasst.

Häufig gestellte Fragen (Funktionelle kieferorthopädische Behandlungen)

1. In welchem ​​Alter wird eine funktionskieferorthopädische Behandlung begonnen?

Im Allgemeinen liegt das ideale Alter zwischen 7 und 14 Jahren, da das Wachstum noch andauert.

2. Wie viele Stunden am Tag sollten die Geräte benutzt werden?

Generell wird eine Wartezeit von 14 bis 18 Stunden empfohlen, diese kann jedoch von Person zu Person variieren.

3. Ist die funktionelle Therapie schmerzhaft?

Anfangs kann ein leichtes Druckgefühl auftreten, das aber in der Regel gut auszuhalten ist.

4. Wird sich der Zustand nach der Behandlung wieder verschlechtern?

Mit dem richtigen Verstärkungsprozess können die Ergebnisse aufrechterhalten werden.

5. Ist jedes Kind für eine funktionelle Therapie geeignet?

Nein. Diese Behandlungen werden bei Personen mit spezifischen Kieferproblemen angewendet.

Fallbeispiele

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Dr. Kemal Doğan

Nach Abschluss seines Doktoratsstudiums gründete der Kieferorthopäde Dr. Kemal Doğan im Jahr 2007 seine Klinik in Antalya, wo er personalisierte Behandlungen mit modernsten kieferorthopädischen Techniken anbietet.

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